Rems-Murr-Pokal 2014

Simon: Ein Triathlet gibt seine Premiere beim Radrennen
Sandra: Warum habe ich mich hier angemeldet?

Simon war bisher Zuschauer beim Rems-Murr-Pokal gewesen und in der Vorbereitung auf seinen Ironman 70.3 Zell am See dachte er sich, „ein paar harte Kilometer können nicht schaden“. Sandra kannte das Rennen nicht und las sich die Ausschreibung durch: Jedermann Rennen Schorndorf 40x1km, Backnang 22×1,5km, Fellbach 12x2km. Klingt machbar, vor allem da das Rennen beendet ist, nachdem der erste die erforderliche Rundenzahl erreicht hat. Nach zwei Tagen Bedenkzeit meldeten sich beide an.

Am Freitag in Schorndorf angekommen, sahen weder Material noch Fahrer so wirklich nach „Jedermann“ aus. Es sollte sich rausstellen, dass das „Jedermann“-Feld aus 90% C-Lizenz-Fahrern besteht – teils mit ehemaligen Profi Hintergrund. So startete Sandra bei ihrem ersten „Jedermann“ Radrennen gegen eine ehemalige deutsche Meisterin im Straßenradrennen. Dementsprechend verlief das Rennen zumindest für Sandra. Vom Start weg hatte sie keine Gruppe und fur die Runden für sich im Kreis. Langweilig wurde es aber nicht, da die quasi nur aus Kurven bestehende Strecke technisch anspruchsvoll war, vor allem wenn die Horde der Führenden vorbeirauscht. Simon war am Start leider eher hinten positioniert, konnte aber schnell eine Gruppe finden und halten. Auf der zur Hälfte aus Kopfsteinpflaster bestehenden Strecke gab es einige Stürze, wovon Sandra und Simon zum Glück nicht betroffen waren.

Am Ende positionierte sich Simon auf einem guten 36. Platz von 69 Teilnehmern. Sandra wurde 67.

Bei der zweiten Etappe in Backnang ging es gleich zum Start den Berg zum Stadtturm hoch – und danach weitere 21 Male. Simon konnte gleich vom Start ab die 30 Mann starte erste Gruppe halten. Bis 4 Runden vor Schluss fegte die riesen Gruppe durch die Altstadt von Backnang, danach trennte sich die Spreu vom Weizen und es bildeten sich vier Gruppen. Am Ende verpasste Simon nur knapp als 23. die Punktewertung bis Platz 20 – hier ist wohl doch der Unterschied, dass der Triathlet nach dem Sprint in die Wechselzone noch Laufen muss. Sandra drehte erneut alleine ihre Runden und wurde vom Sprecher durchgehend angefeuert, der sich über Nacht wohl noch ausgiebig über sie informiert haben musste.

Rems-Murr-Pokal 2014 Simon Team S:Hoch2 Sports in Führung

Danke für die Bereitstellung des Bildes an Julia Leye

Schöne Aussicht hier oben…

Die dritte Etappe in Fellbach bot die meisten Höhenmeter. Das war zwar aus der Ausschreibung bereits bekannt, doch auf der ersten Einrollrunde zeigte sich erst das ganze Ausmaß. Gleich 100m nach dem Start ging es für die nächsten 1,6 km steil bergauf durch die Weinberge und die weiteren 1,6 km der Runde wieder runter mit einigen scharfen Kurven. Bereits 300m nach dem Startschuss hörte Sandra ein sehr bekanntes und verhasstes „Pfffff“ von ihrem Vorderreifen. Sie rollte zurück, bekam ein Vorderrad geliehen von einem der Helfer und konnte mit Verspätung auf die Strecke starten. Dadurch wurde sie bereits auf ihrer ersten Runde von der Führungsgruppe überholt, in der sich Simon befand. Der hatte sichtlich Spaß an dem Verlauf der Strecke – grinste, wo andere eher verbissen aussahen. Wieder kündigte das Führungsfahrzeug per Hupen die Ankunft der ersten Radfahrer an, zu Sandras Überraschung fegte direkt nach dem Führungsfahrzeug an erster Position ein bekanntes rot-weißes Trikot mit einem breiten Grinsen an ihr vorbei. Simon führte das Feld an – und das über drei Runden. Die letzte Etappe war wieder gezeichnet von einigen Stürzen und Defekten, von denen Sandra & Simon weitestgehend verschont blieben. Am Ende der Etappe erreichte Simon einen hervorragenden 10. Platz und sammelte dadurch ordentlich Punkte.

In der Gesamtwertung über alle drei Etappen konnte sich Simon vor allem durch seine tolle Leistung in Fellbach auf den 14. Platz schieben unter 80 Teilnehmern, von denen nur 45 alle drei Etappen gemeistert hatten. Sandra landete in dem überschaubaren Frauenfeld von 8 Starterinnen am Ende auf dem 5. Platz und konnte sich somit zu den wenigen zählen, die alle drei Etappen erfolgreich durchgezogen haben.

Informatinoen und Ergebnisse zum Rems-Murr-Pokal gibt es HIER.