Moret Triathlon 2014 – Rennbericht

Ein Triathlon der besonderen Art. Anhand der Starterinformationen und Ausschreibung war ich ja schon etwas skeptisch, ob das wirklich eine gute Idee war, mich beim 30. Moret Triathlon zu melden.
Für eine Startgebühr von 75€ habe ich keinen Wettkampf auf Bundesliga- oder ähnlichem Niveau erwartet. Aber die 30-jährige Historie und die Hessische Meisterschaft weckte Hoffnung auf eine solide Organisation.

S:Hoch2 Rennbericht Moret TriathlonDie Organisation war freundlich und offen, jedoch sehr chaotisch. Auf der Homepage konnte man nach einer Aktualisierung die Ausschreibung nur als ein defektes PDF mit stark lückenhaftem Inhalt vorfinden. In den Startunterlagen fand ich dann Hinweise wie „400m Schotter auf der Radstrecke vom See“, 2x Stopp & Go pro Radrunde – Zuwiderhandlung wird mit DSQ geahndet – und zum Schluss eine für den Verkehr nicht gesperrte Radstrecke. Letzten Punkt konnte ich mir wirklich nicht vorstellen.

Wie immer stand am Anfang das Schwimmen. Das Wasser wurde mit 24,3 Grad Celsius gemessen und somit war Neoprenverbot –absolut richtige Entscheidung! Die Schwimmstrecke war in einem Swim MoretKiesgruben-See, in dem in der Summe 8 Bojen zu umschwimmen waren, um auf 2 Kilometer zu kommen. Der starke Wind schaffte es, kleine Wellen auf dem See zu erzeugen. Nach einem unruhigen Start kam ich nach der 2. Boje in einen guten Rhythmus. Leider war die Bojensetzung nicht ganz eindeutig und die verschiedenen Interpretationen wurden wenig kontrolliert. Ohne Neopren und mit nur 4-5 Minuten Rückstand auf die schnellsten Schwimmer war ich mit der Schwimmzeit von 34 Minuten für (wohl etwas mehr als) 2 Kilometer ganz zufrieden.

Nach einem schnellen Wechsel folgte die Schotterpassage, sowie die Fahrt im Samstagmittag Straßenverkehr. Nach einer kurzen Anfahrt ging es auf die zweimal zu fahrende 32 Km Runde. Das anspruchsvolle Profil wurde durch böigen Wind verschärft. Einen Wettkampf im öffentlichen Straßenverkehr zu absolvieren ist ein No-Go! Es war sehr anstrengend jederzeit mit einer spontanen Reaktion eines Autofahrers zu rechnen. Einen Rhythmus zu finden war zu Beginn nicht möglich. Konnte man Fahrt aufnehmen, war schon bald das nächste Auto in Sicht, welches nicht am Athlet vorbeifuhr und ihn somit ausbremste. Kurz vor der Wechselzone wartete dann nochmals eine kurze Passage Schotter. Die gut strukturierte und organisierte Wechselzone ermöglichte einen Moret Triathlon S:Hoch2schnellen und reibungslosen Wechsel in die letzte Disziplin. 3 Runden galt es auf einer kurzweiligen Strecke durch einen kleinen Wald zu laufen. Meine Beine wollten direkt nach einer starken Radleistung weitermachen und es fühlte sich anfangs gut an. Ab Kilometer 10 ging es dann immer schwerer. Nach gesamt 4:31 Stunden war das Rennen vorbei. Aus der zweiten Startgruppe konnte ich mich noch auf Gesamtrang 24 vorarbeiten.

Streckentechnisch ein schöner Triathlon mit einigen organisatorischen Mängelpunkten, die einen wiederholten Start aber nicht ausschließen, sofern man sich mental drauf eingestellt hat.