Ironman 70.3 Rapperswil – Die Reise geht nach Nizza

1,9 Kilometer Schwimmen – 90 Kilometer Radfahren – 21,1 Kilometer Laufen, das sind die Distanzen, welche es für mich beim Rennen im schweizerischen Rapperswil schnellst möglich zu bewältigen galt um mein Ziel der Qualifikation auf die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft zu erreichen.

Schwimmen im Zürichsee, Radfahren über 2 Runden durch die umliegenden Berge und Laufen durch die Altstadt mit den „Stairways to hell“.

Die Perfekte Vorbereitung über die letzten Tage erhielt ich von Viola und Oliver – als Triathleten fehlte es mir an nichts und ich konnte mich voll und ganz auf den bevorstehenden Wettkampf einstimmen.

Alle wegen rund um den Wettkampf waren in Rapperswil super angelegt und gekennzeichnet. So war das abholen der Unterlagen schnell und unkompliziert erledigt. Am Samstag vor dem Wettkampf gab es dann den üblichen, und erprobten letzten Wettkampfvorbereitungen. 

Der Wettkampfmorgen startete gut geschlafen mit einem Frühstück am frühen Morgen – Oliver startet auch und leistete mir also stumm Gesellschaft. 🙂 

In der Wechselzone angekommen galt es die letzten Handgriffe zu erledigen (Gel- und Trinkflasche, Riegels verstauen, Reifen aufpumpen,…) und dann entspannt auf den Start zu warten. 

Auch in Rapperswil gab es für die Altersklassen-Athleten einen Rolling Start. Sprich alle 10s gingen 5 Athleten in den Wettkampf. Besonders war jedoch, dass der Start mit einem Sprung von einer provisorischen Plattform erfolgte. Die 1,9 Kilometer im Zürichsee waren frisch, aber mit Neoprenanzug und Bademütze machbar. Nicht ganz wie geplant lief das Schwimmen in Bezug auf die Zeit, aber direkt mit einem schnellen Wechsel konnte ich die ersten Plätze wieder gut machen und befand mich in Reichweite der Top 10 meiner Altersklasse. 

Die ersten Kilometer der Radstrecke waren flach am See entlang, ehe es dann links Weg in ein Wohngebiet den ersten kräftigen Anstieg hoch. Der Verlauf der Radrunde wurde dann wellig und leider auch etwas voll. :/ Wendepunkt nach 45 Kilometer war dann wieder unmittelbar vor der Wechselzone, was bedeutet das die Strecke 40 flache-Kilometer hat und die Höhenmeter komprimiert aufeinander folgten. Was mir gelegen kam und ich mich gut in der Top10 Reichweite halten konnte. Die Strecke, Landschaftlich als auch vom Verlauf mit den schnellen Bergab Passagen – genial. 

Mit meinem Coach Sven haben wir zum Ende auf einen schnellen Halbmarathon gesetzt, wenn es über Kopfsteinpflaster, Kurven und Treppen geht. Die 2 Runden mit dem abwechslungsreichen Untergründen (Schotter, Asphalt, Kopfsteinpflaster,…) konnte ich konstant und sehr kontrolliert absolvieren und mich in der Altersklasse auf Platz 5 vorarbeiten. 

Mit neuer persönlichen Bestezeit von 4:17 h ging also erstmal das zittern und warten los. Von allen Seiten kam mit den Glückwünschen direkt die Frage „Hat es gereicht für Nizza?“ safe wusste ich es, als in der Slot-Allocation nach der Siegerehrung 7 Plätze für die 70.3 WM ausgerufen wurden. 

Herzlichen Dank allen Supporter, Unterstützer! Die Reise geht weiter und im September an die cote d’azur. 🙂