Der neue 76,5er in Ratingen

Als Saisonabschluss hatten sich Sandra und Christina was Besonderes herausgesucht: Die neue Distanz beim Stadtwerke Triathlon Ratingen „der 76,5er“. Das bedeutet: 1,5km Schwimmen, 60km Radfahren und 15km Laufen. Simon schrieb fleißig die individuellen Trainingspläne für beide. Sandra arbeitete an Bergintervallen mit langsamer Trittfrequenz, während Chrissi Einheiten auf flachen Strecken mit hoher Trittfrequenz absolvierte.

Letzten Sonntag war es also soweit. Mit der ersten Startgruppe ging es für die Mädels im Ratinger Freibad los. Mit insgesamt 10 Athleten war es zeitweise ziemlich eng auf der Bahn, dennoch kamen die zwei gut durch. Sandra stieg als zweite Frau aus dem Becken, Chrissi folgte nur zwei Mädels später. Raus aus der Wechselzone musste das Rad ca. 150m geschoben werden bis zur Aufstiegslinie auf sehr grobem Kopfsteinpflaster bergauf – hier war höchste Vorsicht geboten.

Sandra auf dem Rad beim Triathlon Ratingen /Foto: Rainer Bauerdick

Die Radstrecke ging über 6 Runden, mit jeweils 3 Wendepunkten und 100hm. Dadurch war die Strecke durchaus anspruchsvoll, aber sehr gut zu fahren. Chrissi hatte nur eine Runde Zeit, sich die Radstrecke gut einzuprägen, da sie danach mit dem Verlust einer Kontaktlinse etwas zu kämpfen hatte. Die später gestartete Landesliga von NRW räumte das Feld von hinten auf und motivierte, weiterhin Druck zu machen, um nicht zu oft überholt zu werden. Sandra, die die schwäbischen Hügel gewohnt ist, legte die zweit-schnellste Radzeit auf den Asphalt und Chrissi aus dem Hamburger Flachland die fünft-schnellste.

 

Chrissi auf dem Rad beim Triathlon Ratingen /Foto: Rainer Bauerdick

Abgestiegen wurde wieder mit viel Konzentration auf dem groben Kopfsteinpflaster. Ab in die Laufschuhe und los auf die Laufstrecke von 6 Runden. Fehlte da nicht ein Schritt? Ja, Sandra hatte ihre Gel-Verpflegung in der Wechselzone liegen gelassen, aber zurücklaufen war ausgeschlossen. Zu Beginn der Laufrunde gab es sofort eine Getränke-Verpflegung und Sandra freute sich riesig, als sie die Helfer hörte „Wasser, Iso, Cola“. Cola! Die Rettung für 15km ohne Gels. Die ersten zwei Runden liefen noch gut und ohne Cola. So richtig flach war die Laufstrecke nicht und nach der ersten Runde war schon klar, dass sie auch etwas länger werden würde als 15km. Sandra nahm sich an der Verpflegung Zeit für die Cola, während Chrissi konstant ihren Rhythmus durchlaufen konnte.

 

Sandra im Ziel beim Triathlon Ratingen /Foto: Rainer Bauerdick

Sandra hörte nach jeder Runde, welche am Ziel vorbei führte, den Sprecher über die Lautsprecher „und hier kommt Sandra Schlichenmaier, aktuell auf Rang 2 liegend über die lange Distanz“. So richtig glauben konnte sie das nicht, aber sicher war sie auch nicht, da es auf der Radstrecke sehr unübersichtlich war zwischen den Athleten des 76,5, den Ligastartern und den Athleten der Kurzdistanz. Nach der sechsten Runde bog Sandra in Richtung Ziel ein und sah dort das Zielbanner, das auf sie wartete. Ein unbeschreiblicher Moment – damit hatte sie absolut nicht gerechnet.

 

Chrissi auf dem Weg ins Ziel beim Triathlon Ratingen

 

Chrissi bog währenddessen auf ihre letzte Laufrunde von 2,5km ein, um wenig später ebenfalls überglücklich als 8. Frau das Ziel zu erreichen, wo sie von ihrer Familie und Sandra empfangen wurde. Auch sie überraschte sich selbst mit der Top10 Platzierung, wo vor dem Start noch das große Ziel des Tages war, hauptsache nicht Letzte zu werden.

 

 

Chrissi & Sandra im Ziel

Es war ein sehr gelungener Saisonabschluss beim Stadtwerke Triathlon Ratingen und ein wundervolles Mädels-Wochenende. Danke an das Wetter, das sich Freitag und Samstag vollständig ausgeregnet hat, so dass wir einen trockenen Wettkampf-Sonntag hatten. Danke an das gesamte Team vom Ratinger Triathlonverein, welches jedes Jahr diese Veranstaltung auf die Beine stellt. Aus unserer Sicht eine absolute Empfehlung, vor allem auch als Möglichkeit mal in Richtung Mitteldistanz zu schnuppern. Danke an Chrissis Eltern, die uns das Wochenende versüßt und verwöhnt haben.

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Grüner Kringel für erfülltes Training

Danke an Simon, der uns bestens auf unseren Saisonabschluss vorbereitet hat und uns zu „grünen Kringeln“ sowie erfüllten Trainingseinheiten bei TIME2TRI motiviert hat.