70.3 Ironman Lanzarote

Den Abschluss des Triathlon Jahres sollte für mich das Rennen auf Lanzarote werden. Nach den Rennen im Kraichgau und Roth das dritte Highlight.

Gemeinsam mit Triathlon Freundin Franziska ging es am 3.10. auf die Vulkaninsel und unsere Ferienwohnung. Betreut wurden wir während der Woche von Julia – Weltklasse! Vielen Dank für alles!

Das Rennen hatte ich ausgewählt, da die Form dieses Jahr einfach super war und nach Roth noch immer das Feuer auf Wettkämpfe brannte. Ebenso wollte ich versuchen, mich frühzeitig für die 70.3 Ironman Weltmeisterschaft in Nizza 2019 zu qualifizieren.

Zentraler Punkt des Wettkampfs war der unter Sportler bekannte Club La Santa. Die Schwimmstrecke war in der Lagune angelegt, die Wechselzone auf dem Sportplatz und die Laufstrecke im Stadion zum Wendepunkt in der Ortschaft La Santa.

Das Schwimmen in der Lagune des Club La Santa war ein Massenstart. Die ersten rund 300m ein hauen und stechen, wie es schon lange nicht mehr gespürt habe – es aber eben im Triathlon zugeht. Ein freischwimmen war mir erst nach der ersten Boje möglich, doch von dort war der Rhythmus schnell gefunden und konnte Platz um Platz gut machen und in der ersten großen Verfolgergruppe mitschwimmen. Nach 28 Minuten ging es durch den Sand auf den Sportplatz. Dort musste ich einen längeren Wechsel vornehmen, da ich vergessen hatte meine Oberrohrtasche mit meinem Riegel am Rad zu platzieren. Somit musste ich das Täschchen suchen und mitnehmen. Nachdem ich in den Schuhen war galt es beim Anfahren und Bergauffahren noch das Täschchen zu fixieren und dann schnellst möglich die Radbeine finden.

Höhenprofil Bike

Die Radstrecke war eine Wendepunktstrecke welche 1,5x zu fahren war. Die ersten 15km ging es stetig Bergauf. Der auf den Kanarischen Inseln berüchtigte Wind war nicht vorhergesagt und nicht zu Besuch. So war ich mutig und freute mich über das Fahren mit meiner Scheibe. 🙂

Streckencheck mit Scheibe

Bergauf konnte ich meine Stärke ausspielen und immer viele Platzierungen gut machen, ehe mich auf den welligen Passagen und Bergab die Gruppen wieder einholten und meine gute Ausgangslage dahin war. Ich kam in T2 mit einer größeren Gruppe und konnte

Auf der Jagd beim Laufen

mit einem zügigen Wechsel direkt meinen Rhythmus loslaufen. Von Julia bekam ich die Information das ich aktuell einen Rückstand von 2:30 Minuten auf Platz 6 habe. Nicht das was ich erwartet habe, aber zumindest hatten die Beine Zug nach vorn. Mit mir vom Rad und erst einmal enteilt ging ein italienischer Altersklassen Mitstreiter. In der Mittagssonne war die Devise mich immer gut und ausreichend zu kühlen, sowie Cola zu mir zu nehmen. Der Schritt war locker und ich konnte mehr und mehr Athleten einholen. Auf dem 3 Rundenkurs war aber am Ende der ersten Runde bereits die Übersicht nicht mehr gegeben und ich konzentrierte mich auf mich. In der dritten Runde konnte ich nach dem Wendepunkt wieder auf meinen italienischen Mitstreiter auflaufen und erstmal vorbeilaufen. Er nutze mich als Zugpferd und wir liefen flotten Schrittes Schulter an Schulter. Leider bekam ich auf den letzten drei km immer wieder einen kurzen Krampfansatz im linken Bein, was mich dazu bewegte den Kollegen ziehen zu lassen.

Nach 1:24h war der Halbmarathon auch absolviert und ich im Ziel. Die Gesamtzeit von 4:30:15 bedeutet eine neue Bestzeit, Gesamtplatz 25 im Herrenfeld inkl. Profis sowie Platz 7 in der Altersklasse. Leider aber auch den Slot um 2 Plätze verpasst zu haben. 🙁

Somit muss für die Saison 2019 ein weiteres Rennen in Abstimmung mit den Liga Terminkalender gefunden werden. Der Traum von der 70.3 Ironman WM in Nizza lebt weiter, denn das Rennen sowie die gesamte Saison 2018 zeigt das es möglich ist.

Für die Unterstützung von allen Seiten, in vielen unterschiedlichen Arten möchte ich mich bei allen bedanken. Ich freue mich jetzt schon für die Saison 2019 an meiner Seite zu wissen.