70.3 Ironman Kraichgau – gebrauchter Tag

Das Rennen im Land der 1000 Hügel war im Jahr 2012 Simons erstes über die Mitteldistanz. Damals ging ihm beim Halbmarathon der Tank leer und er haderte immer mit seiner Laufleistung. In diesem Jahr war das Ziel ganz klar einen der begehrten Slots für die 70.3 Ironman WM in Zell am See zu bekommen. In Anbetracht dessen, dass die WM zum ersten mal in Europa stattfindet und zeitgleich im Kraichgau die Deutschen Meister ermittelt werden kein leichtes Unterfangen.

Neues Material gegenüber 2012, ein langes Trainingslager zur Vorbereitung und jede Menge Motivation von den Freunden die zugesagt haben an der Strecke zu sein – die Rahmenbedingungen waren geschaffen, für ein starkes Rennen.

Kraichgau 2015 Lambda Racing Bike

Bike Setup Kraichgau 2015 mit Lambda Racing

Der Fahrplan war klar abgesteckt und nach den 1,9 Kilometern im Hardtsee war auch noch alles vor der Zeit. Die offizielle Zeitmessung weist 29:05 Minuten für das Schwimmen auf. Schnell gewechselt ging es auf die 90 Kilometer Radstrecke. Das Ziel war, ausreichend verpflegen und nicht überpacen. Geplanter Radsplit von 2:30-2:35 verfehlte ich allerdings mit 2:37 dennoch. Auch wenn ich ausschließlich überholt wurde, blieb er bei seiner Strategie und setzte auf den Halbmarathon. Auf den letzten Kilometer über die Anstiege muss Simon wohl zu defensiv gefahren sein. Ein gefühlt konstantes Tempo war zu wenig an diesem Tag.

Ein weiterer guter Wechsel und nun sollten die 2 Minuten im Halbmarathon rausgelaufen werden. Der Rundkurs führt aus der Wechselzone erstmal bergab Richtung Kurhaus. Hier schienen die Beine genau die Anforderung verstanden zu haben und gewollt zu sein, den Halbmarathon in kürzest möglicher Zeit zu beenden. Dieses Gefühl hielt leider nicht lange. Im Park wurde Simon direkt von Sandra begrüßt, konnte hier jedoch keine Performance für Jubelschreie abliefern. So waren es bei großer Hitze dann 21 Kilometer Kampf durch die Menge ins Ziel.Kraichgau 2015 Run Simon Schlichenmaier S:Hoch2 Sports

Genial und nicht zu vergessen waren die vielen vielen Stimmen, Gesichter die Simon motiviert haben und vorangetrieben haben. Es war, auch ohne den großen Wurf, ein geiles Gefühl. Im Ziel als „Simone“ vom Sprecher begrüßt, war nach einem für Simons Ansprüche schlechten Halbmarathon (1:34) Schluss und Simon fand sich in einem irren Feld mit der Zeit von 4:44:30 als Gesamt 262. und 53. in der Altersklasse M30 wieder. Vielen Dank an alle Supporter vor Ort, am Rechner. Herzliches Dankeschön auch an unsere Partner welche uns in der Ausübung der geilsten Sportart unterstützen, 2XU, Zoggs, Lambda Racing!

Das Rennen wird analysiert und dann schauen wir weiter, wie die 2. Saisonhälfte geplant wird. Nun ist es klar, dass Simon nicht bei der Weltmeisterschaft in Zell am See mit den Teamkollegen Björn und Fabian starten wird. 🙁

Glückwunsch an Thomas Heuschmidt und Markus Rolli vom TV Forst zum genialen Rennen.